
Es ist ein Dienstagabend Ende April, kurz vor Mitternacht. Ich sitze auf der eiskalten Küchentreppe meiner WG in Leipzig, starre auf die zerfetzten Reste eines ehemals sehr teuren Samtkissens und heule mir die Augen aus dem Kopf. Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Und das Schlimmste? Ich habe das Gefühl, den größten Fehler meines Lebens gemacht zu haben.
Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links etwas kaufst, erhalte ich eine Provision, für dich ändert sich aber rein gar nichts am Preis. Ich schreibe hier nur über Welpenkurse und Produkte, die ich gerade selbst im Chaos-Alltag mit Hund durcharbeite, um nicht völlig den Verstand zu verlieren.
Der Traum vom Hund und die brutale Realität in der ersten Woche
Eigentlich sollte alles perfekt sein. Ich habe Monate gewartet, hunderte Tabs offen gehabt, die Wohnung welpensicher gemacht und endlich war er da: mein kleiner Mischling aus dem Tierschutz. 14 Wochen alt, Schlappohren, ein Blick, der eigentlich Steine erweichen sollte. Aber die Realität in meiner ersten Woche? Die war absolut nicht Instagram-tauglich.
Ich dachte, ich wäre vorbereitet. Ich bin 27, studiere Lehramt und habe schon ganz andere Stressphasen im Studium überstanden. Staatsexamen-Vorbereitung? Pfff. Aber nichts – absolut GAR NICHTS – bereitet dich auf diesen permanenten Schlafmangel vor. In den letzten Wochen habe ich im Schnitt vielleicht vier Stunden pro Nacht geschlafen. Mein Gehirn fühlt sich an wie aufgeweichtes Toastbrot.
An diesem besagten Dienstag kam einfach alles zusammen. Er hatte an diesem Tag zum zweiten Mal direkt in mein frisch bezogenes Bett gepinkelt. Einfach so. Während er mich ansah. Falls du das auch gerade durchmachst: Ich habe dazu einen extra Text geschrieben, wie man nächtliche Unfälle vielleicht doch noch in den Griff bekommt. Ich saß also da, in der nassen Wäsche, und wusste nicht, ob ich lachen oder schreien soll. Ich habe mich für Schreien (und Heulen auf der Treppe) entschieden.

Warum niemand über den echten Puppy Blues spricht
Wenn ich meinen Freunden in der Uni erzähle, wie fertig ich bin, ernte ich meistens nur Unverständnis. „Aber er ist doch so süß!“, heißt es dann. Oder noch schlimmer: „Du wolltest das doch so.“ Ja, verdammt, ich wollte das! Aber ich wollte nicht das Gefühl haben, mein komplettes Leben, meine Freiheit und meine Konzentration aufgegeben zu haben. Das ist genau das, was man Puppy Blues nennt – diese totale emotionale Erschöpfung, die erschreckend viele neue Hundebesitzer trifft. Aber wer gibt das schon gerne zu, wenn alle Welt nur perfekte Welpen-Fotos postet?
In meiner ersten Woche dachte ich noch, es wäre nur der Umstellungsschock. Aber nach zwei Wochen saß ich da und dachte ernsthaft darüber nach, ihn zurückzugeben. Ich fühlte mich wie eine komplette Versagerin. Er hatte gerade mein Lieblingskissen zerlegt und ich dachte: Ich hasse diesen Hund. Und dann habe ich mich noch mehr gehasst, weil ich so etwas Schreckliches gefühlt habe.
Was mir erst später klar wurde: Ein Hund aus dem Tierschutz braucht Zeit. Die sogenannte 3-3-3 Regel ist kein Mythos: 3 Tage zum Ankommen, 3 Wochen zum Verstehen der Routinen und 3 Monate, um sich wirklich zu Hause zu fühlen. Wir waren an jenem Dienstag gerade mal in Woche zwei. Er wusste nicht, dass das Kissen kein Spielzeug ist. Er wusste nicht, dass das Bett kein Klo ist. Er war einfach nur ein überfordertes Baby in einer fremden Welt – genau wie ich eine überforderte Hundemama in einer neuen Realität war.
Der Wendepunkt: Hilfe suchen, bevor man die Nerven verliert
Nach meinem Zusammenbruch wusste ich: Wenn ich jetzt nicht massiv etwas ändere, schmeiße ich hin. Mein Studium leidet, meine Mitbewohnerin ist genervt, weil er nachts jault, und ich erkenne mich selbst nicht mehr wieder. Ich habe angefangen, nach Lösungen zu suchen, die nicht nur „Sitz“ und „Platz“ beinhalten, sondern sich um dieses ganze emotionale Chaos kümmern.
Ich habe mich für den Online-Kurs Lass das Glück einziehen entschieden. Ehrlich gesagt: Der Preis hat mich als Studentin erstmal schlucken lassen. Das ist fast mein Budget für zwei Monate Mensa-Essen! Aber wenn ich es auf die 12 Wochen der intensiven Begleitung umrechne, ist es eigentlich nur ein Kaffee weniger am Tag. Und ganz ehrlich: Meine psychische Gesundheit war mir das wert. Mirjam Cordt geht in dem Kurs nämlich genau auf diese emotionalen Themen wie Überforderung ein, die in normalen Hundeschulen oft unter den Tisch fallen.

Studentenalltag vs. Welpen-Wahnsinn
Was mir in dem Kurs besonders geholfen hat, war ein Modul über verschiedene Lebensumstände. Ich dachte immer, ich hätte es schwer mit meinen Seminaren und Hausarbeiten. Aber dann habe ich die Geschichten von anderen Teilnehmern gelesen – zum Beispiel Alleinerziehende, die neben dem Welpen noch Kleinkinder wuppen. Das hat mir eine ganz neue Perspektive gegeben.
Standard-Welpentraining erfordert oft diese 100%ige Aufmerksamkeit. Aber wenn ich gerade in einer Online-Vorlesung sitze und der Hund plötzlich anfängt, das Regal zu fressen, kann ich nicht einfach weg. Der Kurs hat mir gezeigt, dass das Leben eben NICHT perfekt ist und wie man Management-Lösungen findet, die in einen echten, chaotischen Alltag passen. Falls dein Budget gerade wirklich extrem knapp ist, gibt es auch den Traumhundgenerator, der über 12 Wochen tägliche E-Mails schickt – das gibt zumindest eine kleine Struktur in diesem Wahnsinn.
Meine Bilanz nach den ersten harten Wochen
Wir sind jetzt seit ein paar Wochen ein Team. Es ist immer noch hart, ich will hier nichts beschönigen. Gestern hat er versucht, meine Seminarunterlagen zu fressen (KEIN WITZ, der Klassiker!), aber ich habe nicht geweint. Ich habe tief durchgeatmet, ihn sanft weggeschoben und ihm seine Alternative gegeben, wie ich es gelernt habe. Es wird langsam besser, auch wenn er manchmal immer noch in meine Hände und Füße beißt, wenn er überdreht ist.
- Schlaf: Immer noch ausbaufähig, aber wir sind jetzt bei stabilen fünf Stunden am Stück. Ein Luxus!
- Schäden: Bisher drei große Vorfälle (zweimal Bett, ein Kissen). Die Fernbedienung habe ich gerade noch gerettet.
- Gefühlslage: Der Blues ist noch da, aber er ist nicht mehr tiefschwarz. Eher so ein helles Grau mit sonnigen Momenten.
Wenn du gerade an dem Punkt bist, an dem du nur noch weinen willst: Es ist okay. Du bist keine schlechte Hundemama, nur weil du gerade überfordert bist. Die Welpen Erstausstattung zu kaufen war der einfache Teil, jetzt beginnt die eigentliche Arbeit an der Beziehung – und an den eigenen Nerven.

Was ich heute anders machen würde
Ich würde mir viel früher professionelle, aber vor allem EMOTIONALE Unterstützung suchen. Nicht nur jemanden, der mir zeigt, wie der Hund „Aus“ lernt, sondern jemanden, der mir sagt, dass es okay ist, wenn ich mal keine Lust auf den Hund habe. Mir hat Lass das Glück einziehen enorm geholfen, weil es diesen ganzheitlichen Ansatz hat. Es nimmt den Druck raus, perfekt sein zu müssen.
Wir schaffen das. Ein Tag nach dem anderen. Ein Pipi-Unfall nach dem anderen. Und jetzt entschuldige mich, ich muss nachsehen, warum es im Flur gerade so verdächtig leise ist... ER HAT SCHON WIEDER MEINEN SCHUH! NEIN! NICHT DIE SNEAKERS!
Falls du dich auch gerade so fühlst: Hol dir Hilfe, bevor du komplett ausbrennst. Es wird besser, versprochen. Schau dir mal die Kurse an, die mir geholfen haben – vielleicht ist es auch für dich der Rettungsanker, den du gerade brauchst.