
Es ist kurz nach eins in der Nacht, ich sitze auf dem Boden meines WG-Zimmers in Leipzig und starre fassungslos auf das, was einmal meine Fernbedienung war. ER HAT SCHON WIEDER DIE FERNBEDIENUNG ZERLEGT. Während ich hier versuche, für mein Staatsexamen zu lernen, hat das kleine Fellmonster aus dem Tierschutz beschlossen, dass Plastikknöpfe viel besser schmecken als sein teurer Bio-Kausnack. Ich bin müde, meine Socken sind feucht, weil ich vorhin in eine Pfütze im Flur getreten bin, und ich frage mich zum hundertsten Mal: Anna, was hast du dir dabei nur gedacht?
Kurzer Hinweis vorab: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links etwas kaufst, erhalte ich eine Provision, für dich ändert sich absolut nichts am Preis. Ich schreibe hier nur über die Welpenkurse, die ich nachts verzweifelt selbst durcharbeite, während mein kleiner Wirbelwind endlich mal drei Minuten schläft. Hier ist meine Offenlegung.
Der totale Zusammenbruch auf der Küchentreppe
Eigentlich dachte ich, ich wäre vorbereitet. Ich habe jedes Buch gelesen, meine Wohnung welpensicher gemacht (dachte ich!) und Monate auf diesen einen Moment gewartet. Aber die Realität in den ersten Wochen war kein süßes Instagram-Reel. Es war purer Stress. Wenn meine Freunde fragen, wie es läuft, schicke ich Herzchen-Emojis, aber die Wahrheit ist: Letzten Dienstagabend saß ich weinend auf der Küchentreppe, weil er zum zweiten Mal an diesem Tag ins Bett gepinkelt hat.
Niemand erzählt dir, was Puppy Blues wirklich bedeutet. Dieses Gefühl, dass dein altes Leben vorbei ist und du jetzt für ein Wesen verantwortlich bist, das deine Sprache nicht spricht und deine Lieblingsschuhe als Kauspielzeug betrachtet. Besonders als Studentin, wenn man eigentlich Ruhe zum Lernen braucht, ist es hart, den Welpen zur Ruhe kommen zu lassen. In den ersten Tagen habe ich versucht, ihn mit Leberwurst von der Couch fernzuhalten – Spoiler: Er dachte, das Hochspringen wird belohnt. Toll gemacht, Anna.

Warum ich einen Rettungsanker brauchte
Ich war an einem Punkt, an dem ich kurz davor war, das Handtuch zu werfen. Nicht, weil ich den Kleinen nicht liebe, sondern weil ich einfach keine Kraft mehr hatte. Ich hatte vorher einen billigen Ratgeber für zehn Euro gekauft, der mir erklärte, wie man 'Sitz' beibringt. Aber was bringt mir 'Sitz', wenn ich nachts um drei Heulkrämpfe bekomme, weil er nicht aufhört zu jaulen?
Ende April habe ich dann in den Kurs Lass das Glück einziehen von Mirjam Cordt investiert. Ehrlich gesagt, die rund 320 Dollar haben in meiner Haushaltskasse ein riesiges Loch hinterlassen. Aber die Statistik von DigiStore24, dass nur etwa 3 Prozent den Kurs zurückgeben, hat mich überzeugt. Ich brauchte keine technische Anleitung, ich brauchte emotionale Begleitung. Jemanden, der mir sagt: 'Es ist okay, dass du gerade überfordert bist'.
Das Learning: Struktur rettet meinen Verstand
Was dieser Kurs anders macht als alles, was ich vorher probiert habe? Er setzt beim Menschen an. Mirjam versteht, dass wir Neulinge oft vor lauter Angst, etwas falsch zu machen, völlig verkrampfen. Mein Kleiner hat zum Beispiel anfangs alles und jeden angebellt. Ich dachte, er ist aggressiv. Dank des Kurses habe ich angefangen, die Körpersprache meines Tierschutzwelpen besser zu lesen. Er war nicht böse, er war einfach nur komplett drüber.
Ein riesiger Fehler, den ich am Anfang gemacht habe: Ich wollte alles auf einmal. Stubenreinheit, Leinenführigkeit, Alleinebleiben. Der Kurs hat mich ausgebremst. Die 3-3-3 Regel für Tierschutzhunde (3 Tage Ankommen, 3 Wochen Routine, 3 Monate Vertrauen) ist jetzt mein Mantra. Wenn er wieder seine wilden 5 Minuten hat, atme ich tief durch, statt mitzudrehen.

Meine Top-Empfehlungen für den Welpen-Wahnsinn
Ich habe in den letzten Wochen viel ausprobiert. Einiges war Schrott (wie diese eine Ultraschall-Pfeife, die er einfach ignoriert hat), anderes war Gold wert. Hier ist meine ehrliche Einschätzung für alle, die gerade ähnlich verzweifelt sind wie ich:
- Der Goldstandard: Lass das Glück einziehen. Wenn du dich fühlst, als würdest du untergehen, ist das dein Rettungsring. Es ist teuer, ja, aber es ersetzt fast die persönliche Trainerin vor Ort, weil es so tief auf die Emotionen eingeht.
- Der sanfte Begleiter: Wenn du etwas weniger Geld ausgeben willst, schau dir den Grundkurs Ein neuer Hund von Desiree Scheller an. Er ist super neulingsfreundlich und nimmt den Druck komplett raus.
- Der Struktur-Geber: Der Traumhundgenerator schickt dir 12 Wochen lang täglich E-Mails. Das hilft mir total, den Überblick im Uni-Alltag nicht zu verlieren. Kleine Häppchen statt riesiger Module.
- Das Nachschlagewerk: Die Online Hundeschule ist super, wenn du gezielte Fragen zu Übungen hast. Es ist sehr technisch und videobasiert – gut als Ergänzung, aber für den Puppy Blues allein hat es mir nicht gereicht.
Zwei Monate später: Ein Lichtblick
Heute ist der 15. Juni 2026. Wir sind immer noch weit weg von Perfektion. Er hat gestern ein Loch in meine Lieblings-Leggings gebissen und die Nachbarin unter mir hat sich über das nächtliche Tapsen beschwert. Aber: Ich weine nicht mehr auf der Küchentreppe. Ich weiß jetzt, dass diese Rückschläge dazugehören.
Der Kurs von Mirjam Cordt hat mir beigebracht, dass Erziehung kein Sprint ist, sondern eine Beziehungsarbeit. Wenn du auch gerade nachts wach liegst und dich fragst, ob du den Hund zurückgeben solltest: Es ist okay, das zu fühlen. Aber such dir Hilfe. Investiere lieber einmal in ein richtig gutes Programm wie Lass das Glück einziehen, statt dich durch hunderte kostenlose YouTube-Videos zu wühlen, die dich nur noch mehr verwirren.
Wir schaffen das. Auch wenn die Fernbedienung jetzt Schrott ist – das wedelnde Schwänzchen, wenn ich morgens aufwache (und nicht in eine Pfütze trete!), ist es am Ende doch wert. Falls dein Budget gerade wirklich knapp ist, starte mit dem günstigeren Grundkurs, aber tu dir selbst den Gefallen und bleib nicht allein mit deinem Chaos. Wir sehen uns auf der Hundewiese – ich bin die mit den Augenringen und dem glücklichen Hund!